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Feuer im Herzen Dellbrücks

18.05.2017

Am Mittwoch, 17.05.2017, wurden wir um 16:24 Uhr mittels Voralarm zum Feuer 1 in die Von-der-Leyen-Str.  alarmiert. Das Meldebild eines Brandes im Dachgeschoß bestätigte sich bei Eintreffen. In einem Neubau brannte ein Balkon und Teile des Dachstuhls bereits lichterloh. Zur Brandbekämpfung wurden umgehend zwei Trupps unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vorgeschickt sowie die Drehleiter der Feuerwache 9 in Stellung gebracht.

 

Die Flammen waren zügig niedergeschlagen, jedoch hatte sich das Feuer bereits in den Dachstuhl bis in den Dachfirst gefressen. Während der Löscharbeiten fand unser erster Angriffstrupp eine heiße Gasflasche vor, welche auch schon am Abströmen war. Diese wurde gekühlt bis sie komplett abgeströmt hatte und keine Gefahr mehr von ihr ausging. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich schwierig; hierzu mussten große Teile des Dachs abgedeckt werden, was wiederum von auf der Dachfläche installierten Solarthermie-Kollektoren erschwert wurde. Im Zuge dessen wurde eine zweite Drehleiter nachgefordert um effizienter auch von der Gebäuderückseite arbeiten zu können. Zwischenzeitlich wurde das Gebäude von einem ausgebildeten Elektromeister unserer Löschgruppe stromlos geschaltet. Nachdem wir einen zweiten Angriffstrupp, ergänzt mit einem Kameraden der Löschgruppe Dellbrück, für die Nachlöscharbeiten und das Öffnen der Dachinnenverkleidung  gestellt haben, waren keine Arbeiten unter Atemschutz mehr vonnöten. Die restlichen Arbeiten wurden vom Angriffstrupp 9 und den beiden Drehleitern verrichtet, sodass wir unsere Atemschutzgeräte am Gerätewagen-Atemschutz tauschen und unser Material zusammensuchen konnten um uns sodann auf den Heimweg begeben zu können. Am Gerätehaus nahmen die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft und die Nachbesprechung noch eine gewisse Zeit in Anspruch, sodass wir um ca. 20:30 Uhr die Wache verlassen konnten. Somit nahm der Einsatz knappe 4 Stunden in Anspruch.

 

Aufgrund der sehr warmen Temperaturen und der schweren körperlichen Arbeit war es ein kräftezehrender Einsatz.

 

Foto: ©Miklos Laubert